Der heutige Neuhauser See war zu Zeiten des Braunkohletagebaus unter den Bezeichnungen „Holzweißig West“ sowie „Wasserhaltung 73“ bekannt. Das Gebiet diente ursprünglich technischen Zwecken innerhalb des Bergbaus. Als sogenannte Wasserhaltung hatte es die Aufgabe, Grubenwasser zu sammeln und abzuleiten, um den Tagebaubetrieb trocken und damit arbeitsfähig zu halten.
Mit dem Ende des aktiven Braunkohleabbaus begann ein umfassender landschaftlicher Wandel. Ehemalige Gruben- und Betriebsflächen wurden rekultiviert und schrittweise geflutet. Aus der funktionalen Wasserhaltungsanlage entwickelte sich im Zuge der Sanierung eine eigenständige Seenlandschaft.
Der Neuhauser See steht heute sinnbildlich für den Strukturwandel der Region. Wo einst schwere Technik und Förderanlagen das Bild bestimmten, prägen nun Wasser, Natur und Erholungsflächen die Umgebung.
Bilder vom 7.5.2000
„Schwedenschanze“ bei Delitzsch


