Das Deichbauwerk dient der kontrollierten Regulierung des Wasserzuflusses im Zulaufkanal zur Goitzsche. Die Steuerung erfolgt über drei elektrisch betriebene Motorschieber, die den Durchfluss je nach Wasserstand gezielt anpassen können. Dadurch wird eine präzise Wasserstandsführung im System gewährleistet.
Die zentrale Aufgabe der Anlage ist der Hochwasserschutz. Steigt der Pegel der Mulde über einen definierten Grenzwert, reagieren die Sensoren automatisch. Die Motorschieber schließen sich selbstständig und unterbrechen den Zufluss in Richtung See.
Durch dieses automatische Steuerungssystem wird verhindert, dass Hochwasser in die Goitzsche oder angrenzende Bereiche eindringt bzw. durchbrechen des Hochwassers zu vermeiden. Das Bauwerk ist somit ein wichtiger Bestandteil des regionalen Hochwasserschutzkonzeptes und trägt maßgeblich zur Sicherung der umliegenden Infrastruktur und Landschaft bei.
Die Bauphase im Februar 1998.
Der Zulaufgraben für das Deichbauwerk
von der Mulde Februar 1998.
Am 7. Juli 1998 begann die einmonatige Probeflutung der Goitzsche. Damit startete ein bedeutender Abschnitt in der Entwicklung des heutigen Sees.
Zahlreiche Reporter hatten sich entlang des Grabens positioniert, um diesen Moment festzuhalten – nicht alle blieben dabei trockenen Fußes. Auch viele Schaulustige verfolgten das Geschehen vor Ort und erlebten aus nächster Nähe, wie das Wasser seinen Weg in die neue Seenlandschaft fand.





